Sonntag, 7. August 2016

Und dann kommen diese Momente die keiner braucht…


Hallo ihr Lieben, wie versprochen gibt es heute einen neuen Beitrag.
Hier nun ein Auszug aus meiner Gedankenwelt und den Erfahrungen die ich in den letzten Wochen sammeln durfte. Dinge zu akzeptieren wie sie sind ist gar nicht so leicht wie es im ersten Augenblick scheint. Kaum hat man eine Sache sich angenommen und nach Lösungen geschaut, sich damit auseinandergesetzt, sie einfach so genommen wie sie sind… kommen auch schon die nächsten Hürden. Und jede weitere Hürde scheint größer wie die vorherige. Warum ist das so? Ist es eine Typsache? Warum können manche Menschen Situationen lockerer nehmen wie andere? Ich tue mich damit wirklich schwer und kann euch auch sagen warum: Ich hasse mittlerweile diese ständigen Veränderungen! Und mit ständig meine ich auch ständig! Jede Woche kommt mindestens eine neue Überraschung, die einen neuen Lösungsansatz abverlangen, den Plan komplett über Bord werfen lassen und einen manchmal auch einfach nur noch ermüden. Ich habe dann das Gefühl nur noch in einer Welt voller Provisorien zu leben… Nicht immer gibt es eine Lösung. Nur einen anderen Weg bzw. mehrere Wege die man einschlagen kann aber eine Lösung ist nicht immer vorhanden. Nehmen wir Situationen die endgültig sind, da kann man nur nach einen Weg schauen damit umgehen zu lernen aber die Situation selbst können wir nicht verändern. Das finde ich schwer und macht das Akzeptieren von Situationen für mich umso schwerer. Vielleicht liegt ja an einem selbst? Mein Perfektionismus spielt auch hierbei sicherlich eine große Rolle und da über meinem Schatten zu springen fällt mir ja noch schwere wie das akzeptieren selbst! Wie kann man das nur ändern? Ist ein Perfektionist mehr auf die anderen bzw. Normen und Richtlinien fokussiert? Nehmen wir das Beispiel der Landschaftsfotografie: Gerne würde ich dort wieder mehr arbeiten… Schließlich habe ich mich da schon die letzten Jahre aufgrund der Familiensituation eingeschränkt. Jetzt schien mir der Moment passend zu sein um mich damit wieder mehr zu beschäftigen und meine Stimme, Vorlieben oder wie immer ihr das nennen wollte Gehör zu schenken. Ausgerechnet dann müssen natürlich äußere Umstände dazu führen die mich wieder von meinem Vorhaben abbringen. Es ist einfach zum verrückt werden! Wenn ich es trotzdem tue werde ich mit der Qualität nicht zufrieden sein und andere wahrscheinlich auch nicht. Es ist somit eigentlich für ‘n A… Vielleicht mache ich mir aber nur selbst den Druck?! „Do what you love“ klingt ebenso sehr einfach aber die Umsetzung verlangt schon einiges von einem ab. Da müssen Ängste überwunden werden, Zeit muss her, manchmal auch Materiales bzw. Geld rangeschafft werden und und und… Ich glaube das sind alles ausreden um nicht aus unserer Komfortzone gehen zu müssen! Was ist eine Komfortzone? Es ist die Gewohnheit in spezifischen Bereichen. Wir alle haben sie und fürchten diese zu verlassen. Sie haben ja auch ein Gutes… So sind es eigentlich Rituale die uns ein gewisses Vertrauen schenken was wiederum uns Sicherheit gibt. Schon kleine Kinder brauchen Rituale um sich dieser großen Welt zu entziehen und sich in Sicherheit wiegen zu können. Verlässlichkeit ist ebenso eine Sache die dabei eine große Rolle spielt. Wer schon mal kurz vor einem Job Verlust stand weiß was ich jetzt meine. Der Job ist in unserer heutigen Gesellschaft der größte und wichtigste Sicherheitsanker. Ohne einen Job fühlt man sich nicht wichtig, ausgeschlossen aus der Gesellschaft, ist finanzielle stark eingeschränkt, usw. Verlässt man aber mal seine Komfortzone und überwindet die Angst (vielleicht vor dem Unbekannten) sammeln wir Erfahrungen die unglaublich kostbar für uns sind. Es schenkt uns VERTRAUEN! Ein tiefes Urvertrauen zu uns selbst. Es ist eine Erfahrung die uns stärker macht, uns aktiver werden lässt und unseren Horizont erweitern.
Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich jetzt alles anders mache! In gewissen Bereichen dürfen wir unsere Gewohnheiten beibehalten. Man sollte sich nur vorher mal überlegen, warum man dieses oder jenes tut, warum man so fühlt und ob es einen Glücklich macht. Für mich habe ich in den letzten Wochen erfahren können warum ich manche Situationen so schwer nehme. Ich dachte schon ich sei nicht normal… lach… und wollte unbedingt aus diesem Kreis der Unzufriedenheit ausbrechen. Dass die Antwort nach dem „Warum reagiere ich so?“ so einfach ist, hätte ich allerdings nicht gedacht. Mir war vorher auch noch nie so deutlich geworden welche Ängste ich eigentlich habe und wie viele es vor allem sind. Irgendwie ist alleine das alles beruhigend und ich kann mich Situationen entspannter stellen… ja schon fast freuen. Frei nach dem Motto: „Her mit den Felsen auf meinem Weg!“. Ich bekomme dafür so viel mehr geschenkt! Das sind nur meine Gedanken die ich gerne mit euch teilen möchte und wo kann man das besser als hier?! Es ist meine LEBENSreise und mein Weg auf den ihr mich begleiten könnt. Es soll weder den Zweck erfüllen andere Ansichten, Lebensstile o.ä. schlechter darstellen zu wollen. Jeder hat seine Vorlieben, Gewohnheiten, Eigenheiten, Fähigkeiten, Geschmäcker und ich könnte die Liste jetzt stundenlang weiterführen… Das war mir noch ein Bedürfnis euch zu sagen. Ihr Lieben, ich gehe mal nach meinen Steinen auf den Weg schauen… denn Felsen sind es gar nicht mehr für mich… nur olle Stolpersteine die zwar nerven aber ihre Berechtigung haben. Was schaue ich auch nie auf den Boden? So mancher Schatz könnte auch da zu finden sein…

Ihr Lieben, ich wünsche euch einen erfolgreichen Tag mit vielen Erkenntnissen und schönen Momenten…

Eure Gina